Die Geschichte des Shaolin Muttertempels in China

Haupteingang des Shaolintempels

Der Shaolin-Tempel in China ist eines der berühmtesten buddhistischen Klöster der Welt. Er wurde zusammen mit den Denkmälern seiner Umgebung, wie z.B. dem Pagodenwald, 2010 von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet.

Der Tempel befindet sich im Song-Gebirge in der chinesischen Provinz Henan und ist besonders bekannt für seine Bedeutung bei der Entwicklung des Kung-Fu auf der kulturellen Grundlage des Buddhismus und der Chan-Meditation. „Xiao Lin“ bedeutet kleiner oder junger Wald und bezieht sich auf die ursprüngliche landschaftliche Umgebung, in der der Tempel lag.

Die Geschichte des Shaolin-Tempels reicht bis ins 5. Jahrhundert zurück, als der indische Mönch Bodhidharma nach China kam, um den Buddhismus zu verbreiten. Er suchte nach einem Ort, an dem er ungestört meditieren konnte und fand ihn in den Bergen des Song-Gebirges. Dort erbaute der Kaiser Xiaowen 495 n. Chr. für ihn das Shaolin-Kloster und Bodhidharma lehrte die Mönche Meditation und Yoga, um ihre Körper und Geister zu stärken. Der Legende nach saß er der 9 Jahre lang in einer Höhle und meditierte gegen eine Wand gerichtet. Diese Höhle kann man heute noch besuchen.

Damo-Höhle, in ca. 30-60 Min. über Fußweg aufwärts mit teils steilen Treppen vom Shaolinkloster aus zu erreichen

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich das Shaolin-Kloster zu einem Zentrum für buddhistische Studien und Körperertüchtigung. Die Mönche begannen Kung-Fu zu praktizieren, um ihre Körper für die anstrengenden Meditationen und Yoga-Übungen zu stärken. Dies führte zur Entstehung der berühmten Shaolin Kung Fu Stile, die heute weltweit bekannt sind.

Im Eingangsflur zur Halle der vier großen Himmelskönige des chinesischen Shaolintempels wachen Heng und Ha als Schutzgötter über Buddha.

Immer wieder wurde das Kloster von Kriegen und Verfolgungen bedroht. Es wurde im Laufe seiner Geschichte einige Male zerstört und wiederaufgebaut und die Mönche wurden oft gezwungen, ihr Heimatkloster zu verlassen, zuletzt 1928. Trotzdem gelang es verbliebenen und zurückgekehrten Mönchen, es immer wieder aufzubauen und seine Bedeutung als Zentrum für buddhistische Studien und Körperertüchtigung zu erhalten.

Zu diesen Persönlichkeiten, die die nötige Kraft und das zukunftweisende Entscheidungsvermögen aufbrachten, gehörte auch der Meister unseres heutigen Abtes Shi Yong Chuan, Großmeister Shi De Chan. Er war von 1965-1986 der 29.  Abt und anschließend Ehrenabt des Shaolintempels in China.

Shi De Chan (1907-1993), Chan-Meister, 29. Abt und Ehrenabt des Shaolintempels in China
Shi Yong Chuan, Abt des Shaolin Tempels Deutschland im Gedenken an seinen Meister

Die Gründung des

Shaolin Tempel Deutschland in Berlin

Der ehemalige Abt des Klosters, Shi Yong Xin, ließ 2001 den Shaolin Tempel Deutschland in Berlin als ersten Ableger des Originaltempels gründen. Er entsandte den buddhistischen Großmeister Shi Yong Chuan 2002 zur Leitung des deutschen Tempels und ernannte ihn 2004 offiziell zum Abt, um die Shaolinkultur weiterzugeben, die dem Wohlbefinden und der Gesundheit der Menschen dienen soll.

Hier findet regulärer Unterricht in Kung Fu, Tai Chi, Qi Gong oder Meditation statt, wie auch samstags buddhistische Zeremonien oder Chinesischkurse auf Anfrage. (siehe Unterricht – Unterrichtsplan)

Zu jährlichen oder besonderen Anlässen veranstalten wir Events oder eintägige Lehrveranstaltungen, z.B. zu einer Tai Chi- oder Kung Fu-Form oder medizinische Vorträge.

In der Zweigstelle in Gollenberg werden mehrtägige Seminare durchgeführt.


Aktuelle Termine finden Sie/findest Du auf unserer Homepage.