Shaolin Qi Gong Berlin - Mehr Energie und innere Ruhe im Alltag durch authentisches Qi Gong

Qi Gong

Was ist Qi Gong?

Qi Gong bedeutet soviel wie „arbeiten an der Lebensenergie (Qi)” und lehrt heilgymnastische und meditative Übungen. Die Bewegungsabläufe sind langsam, harmonisch und fließend. Dazu gibt es auch Übungen, die anregend sind und zusammen mit dem Atem explosiv Energie entladen. Weiterhin wirken Techniken der Selbstmassage auf bestimmte Meridiane, Akupunkturpunkte oder Reflexzonen.

Besonderheiten des Shaolin Qigong

Im Shaolinkloster entwickelte sich das Shaolin Qi Gong zu einer Möglichkeit, den Körper und Geist im Sinne des Chan-Buddhismus zu reinigen. Der/Die Praktizierende strebt danach, eine harmonische Einheit zu erzielen mit dem Ziel, das wahre Ich, also sich selbst, zu erkennen.

Shaolin Qi Gong ist eine bewegte, im fortgeschrittenen Level auch stille Form der Meditation.

Weil der Chan-Buddhismus vor allem Wert auf die praktische Umsetzung und individuelle Erfahrbarkeit durch jeden Menschen legt, entwickelte man im Kloster sehr körperbezogene Übungen. So entstanden die nachfolgend aufgeführten Übungen und Formen.

Sie dienten nicht nur dem Pfad der inneren Entwicklung, sondern waren ein Hilfsmittel, gesund zu bleiben. 

Im Shaolin-Qi Gong werden das harte und das weiche Qi Gong unterschieden.

Weiches Qi Gong

Weiches Qi Gong dient der Gesundheit.

Die bekanntesten Formen des weichen Shaolin Qi Gong sind Ba Duan Jing (8 Brokate), Yi-jin-jing (Transformation von Muskeln, Sehnen und Bändern), Xi-sui-jing (Reinigung des Knochenmarks) und Shaolin Yangsheng Zhuang (Shaolin Baumübung für die Gesundheitspflege).

Weitere Übungen oder Formen u.a.:

Fünf Tiere Übungen (Wu Qin Xi) oder Übungen zu der Reinigung der einzelnen Organe, Übungen mit heilenden Lauten u.a.

Qi Gong in Gollenberg

Hartes Qi Gong

Das harte Qi Gong bildet eine gebündelte sehr schnelle und starke Kraft aus. Es wir daher für die Kampffertigkeiten eingesetzt und dafür, den Körper gegen Schläge und Angriffe abzuschirmen.

Welche Wirkung hat Qi Gong?

Shaolin Qigong stärkt den Körper von innen sowie von außen und bewirkt damit insgesamt eine Verbesserung der gesundheitlichen Verfassung.

Die Übungen wirken körperlich, energetisch, seelisch und geistig. Im Körper wirken sie auf den Schulter- und Brustbereich, die Stützmuskulatur der Wirbelsäule und sollen die Blutqualität verbessern.

Das Praktizieren von Qi Gong verbessert die Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer und Belastbarkeit, befreit von Verspannungen und aktiviert die Selbstheilungskräfte. Es kann den Hautwiderstand sowie die Leitfähigkeit der Nervenbahnen erhöhen, Apnoe verringern, die Körperhaltung aufrichten, macht beweglich und elastisch oder fördert einen besseren Schlaf.

Für wen ist Qi Gong geeignet?

Qi Gong ist für jeden geeignet.

Im Shaolintempel in China wird weiches Qi Gong erst ab 18 Jahren unterrichtet, weil es eine gewisse geistige Reife benötigt. Hartes Qi Gong lernen Kinder dort ab 10 Jahren, da der Lernweg zunächst mehr auf äußeren Abhärtungsmethoden aufbaut, z.B. dem Kopfstehen.

Weiches Qigong - bewegt und still

Qi Gong Shi Yong Dao Gollenberg bewegt
Bewegtes Qi Gong Gollenberg

Unsere Qigong-Lehrer

Abt Shi Yong Chuan zeigt eine meditative Bewegung vor dem Buddha-Altar in Berlin-Wilmersdorf
Unser Abt Shi Yong Chuan leitet die Kurse für Fortgeschrittene mit Betonung der stillen Meditation.
Großmeister Shi Yong Dao leitet die Kurse für Anfänger mit stärkerer Betonung des Atems in der Bewegung.

Unterschiedliche Phasen der Shaolin Qigong-Praxis in einer Unterrichtsstunde

Beginn mit Verbeugung und Buddhagruß

Lockern der Gelenke

Vorbereitende Übungen/Ba Jin: Aufwärmen von außen zum Rumpf hin; leichtes spiralförmiges Dehnen von Muskeln, Sehnen und Bändern

Zentrieren/Meditationsphase: Meditation im Sitzen und nachfolgenden Selbstmassagetechniken oder Meditation im Stehen, gefolgt von in Bewegung bringenden Übungen

Tiefer wirkende Übungen und/oder Formen. Sie regen bestimmte oder mehrere Bereiche des Körpers stark an. Einige enthaltende explosive Bewegungen mit kraftvollem Atem, andere bringen Wärme und Geschmeidigkeit in den Körper oder fordern starke innere und äußere Kraft.

Die Formen werden dabei individuell vermittelt und ausgeführt.

Übungen, die beruhigen und nachspüren lassen

Abschluss mit Verbeugung

Geschichte des Qi Gong

Die Wurzeln des Qi Gong gehen auf die chinesische vorgeschichtliche Zeit bis zum Ursprung im Schamanismus zurück, in der ein ganzheitliches Heilsystem praktiziert wurde.

Um ca. 200 vor Chr. wurde zunächst der Begriff daoyin verwendet und belegt die daoistisch, urchinesisch geprägte Herkunft. In dieser Zeit schuf der Arzt Hua Tuo die Fünf-Tiere-Übungen (Tiger, Hirsch, Bär, Affe, Vogel) mit Atemtechniken als wichtigem Element.

In der Tang-Dynastie (618-960) wird das Dao Yin ausgebaut (z.B. „Urwerk über die heilenden Laute“  und Techniken der Selbstmassage von Si Ma Cheng Zhen). 

In der Song-Dynastie (960-1279) löst der Begriff Qi Gong die vorhergehende Bezeichnung ab. In dieser Zeit bauen die Shaolinmönche aus chinesischer Medizin, daoistischen und buddhistischen Übungen  ihr eigenes Bewegungssystem aus. So entstehen die o.g. Übungen und Formen des weichen Qi Gong. 

Zentral war die Anschauung des Yin und Yang und der Fünf Elemente und Wandlungsphasen, die sich im Kosmos, in allen Dingen und Lebewesen wie auch dem Menschen wiederfinden. Zusammen ergeben sie ein System von sensiblen Balancen die sich gegenteilig oder im Kreislauf ergänzen. Krankheiten werden durch Disharmoniebilder diagnostiziert. 

Dem Qi Gong kam als Heilmethode die Aufgabe zu, diese Harmonien vorbeugend zu erhalten oder wieder herzustellen. Daher regen die Übungen den Fluss der Energie, des Blutes und des Atems in den 3 Atemräumen an.

Im frühen 17. Jht entstand das Hart Qi Gong, um den Körper resilient zum machen und so hart wie Eisen oder Stein.

Die Bewegungslehre des Qi Gong verfeinerte sich bis heute und bildet eines der 5 Säulen der TCM (Traditionellen chinesischen Medizin) neben der Pflanzenheilkunde, der Diätetik, der Akupunktur und der Tuina-Massage.